hier und fort

New York im Oktober 2018 #3

oder …

Auf dem World Trade Center Areal

Das One World Trade Center mit seinem alles überragenden Turm bestimmt das Stadtbild Manhattans und ist immer wieder zwischen den Straßenschluchten unübersehbar zu erkennen. Ich hatte ursprünglich nicht vor mir das Gelände anzuschauen, wo die Zwillingstürme bis zum 11. September 2001 standen. Zu sehr habe ich die Bilder und Gefühle dieses traurigen Tags in Erinnerung, mit der Sorge um meinen Bruder (der Erleichterung tags drauf ihn am Telefon zu hören), dass ich kein Bedürfnis verspüre diese Bilder aufzufrischen. Am Ende stand ich dann doch, von der St. Paul’s Chapel aus kommend, auf der Gedenkstätte und war beeindruckt.

 

Die Grundflächen der ehemaligen Gebäude sind mit Wasser geflutet, das ständig in Bewegung ist. In der Brüstung sind die Namen aller Opfer eingelassen, in denen hier und da Blumen steckten.

North Pool

 

South Pool

 

Diese Blumen sind ein Geburtstagsgruß, eine Erinnerung gegen das Vergessen, wie mir ein Mitarbeiter der Organisation erklärte, die diese Aufgabe übernommen hat. Die Tage vorher sei es zu windig gewesen für Blumengrüße, weshalb er an diesem Tag viele Blumen nachträglich zu verteilen hatte.

In der benachbarten Liberty Street mit kleinem Parkgelände steht inzwischen die durch die Ereignisse von 9/11 demolierte Skulptur The Sphere. Von hier aus lässt sich das Gelände etwas abseits vom Trubel gut beobachten, mit der Option  Gedanken und Eindrücke etwas sacken zu lassen.

 

Das Memorial-Museum besuchte ich anschließend wirklich nicht. Selbst wenn die Warteschlange nur halb so lang oder fast nicht vorhanden gewesen wären hätte ich es gelassen.

Von hier aus ging es für mich weiter zum High Line Park, zu Fuß entlang des Hudson Rivers.

 

Bis die Tage,

Karin

 

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