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12tel-Blick im August 2020

oder …

Spätsommer

Es ist Monatsende und Zeit ihn Revue passieren zu lassen. Wieder kam ich nicht so oft zu meinem 12tel-Blick am Stadtrand. Entweder war es mir zu heiß oder es war mir zu nass. Am besten ließ es sich in den Abendstunden spazieren gehen. Zu einer dieser Abendrunden, Mitte des Monats, nehme ich euch nun mit.

Fast alleine bin ich in diesen frühen Abendstunden unterwegs gewesen. Die Hundegassigänger musste ich wohl verpasst haben und nur einem Jogger sollte ich begegnen. Ganz anders als im April und Mai.


Obwohl es Anfang August kräftig geregnet hatte war es wieder staubtrocken, wie es die im Staub badenden Spatzen zeigten.


Dem obligatorischen Pferdepopo begegnete ich gleich zum Anfang des Spaziergangs, als ich mich endschied, meine Runde dieses Mal etwas anders zu drehen.


Auf den Pferdekoppeln waren fast keine Pferde mehr zu sehen, die meisten standen schon wieder im Stall und in den Boxen.


Nur einige wenige konnten draußen noch frisches Gras und Sonne genießen.


Mein Weg führte mich entlang abgeernteter Felder und einigen Wiesen, die noch nicht gemäht waren, die Blütenstände verschiedener Distelarten schimmernd im schräg stehenden Sonnenlicht.



An meinem ersten Ziel, der Weichselkirsche, hoffte ich ein paar Schmetterlinge zu finden. Leider Fehlanzeige. Es summte und brummte nicht einmal ein anderes Insekt.


Warum die Schlehen und Hagebutten an der Böschung der viel befahrenen Bundesstraße am reichsten Früchte ausbilden ist mir ein Rätsel. Schade, aber vom Straßenrand mag ich nicht ernten.


Im kleinen Waldstück zeigten die ersten Felsenbirnen schon herbstlich eingefärbtes Laub.


Aus dem Wald herauskommend geht der Blick über die beiden großen Kreisstädte Böblingen und Sindelfingen, einschließlich den Haupt-Brötchengebern der Region.



Aus dem Schatten heraus zur Vogelkirsche blühten am Wegrand Kletten. Auch hier gab es kein Gesumm, Gebrumm und Geflatter.


Herbstliche Farben zeigte auch an dieser Stelle der Stadtwald und das vor sich hin müffelnde Rapsfeld war abgeerntet. Wunderbar. Es roch zuletzt wie ein Berg nasser, liegengebliebener Wäsche.



Am Schluss der Runde machte ich mich auf die Suche nach den Stengeln vom Weinberglauch, die ich im Juli entdeckt hatte. Es war nicht einfach sie im hohen Gras am Wegrand wiederzufinden. Am Ende wurde ich dann doch fündig!


Ein witziges Pflänzchen, mit teilweise skurrilen Blütenständen.


Hier angekommen ging es über die Pferdekoppel heimwärts. Meist schließe ich diesen Spazierweg mit einer Kontrollrunde zum Schulgarten ab.

Die Übersicht


Bis zum nächsten Spaziergang im September und bis die Tage,


Mehr 12tel-Blicke sammelt dankenswerterweise Eva von verfuchstundzugenäht, wo dieser 12tel-Blick verlinkt ist.

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4 Kommentare zu “12tel-Blick im August 2020

  1. Ulrike sagt:

    Ein so schönes, warmes Abendlicht konntest du auf deinem Foto festhalten… eigentlich sieht es schon wie im September aus, oder!?
    Hier gibt es auch so einige Stellen, wo Schlehen wachsen, und sie tragen ganz reichlich Früchte. Eigentlich sind sich schon reif, hab mal gefühlt… aber wenn ich hier auf Frost warten will, sind sie bestimmt schon weg. Man kann sie ja auch ins Gefrierfach legen…
    Dann drücke ich uns mal die Daumen, dass der September noch ein wenig Wärme für uns bereit hat.
    Liebe Grüße Ulrike

    1. karin sagt:

      Ja, es sah und sieht schon herbstlich aus.
      Die Schlehen sehen zwar schon reif aus, aber wer sie jetzt pflückt nimmt ihnen die letzten Sonnenstrahlen um wirklich auszureifen. Sie brauchen die Septembersonne und eigentlich noch die Temperaturunterschiede Anfang Oktober um Fruchtsüße anzureichern. Auf den ersten Frost warte ich jedoch auch nicht für die Ernte, sondern mindestens bis Ende September, besser Anfang Oktober. Die Früchte kommen dann in den Tiefkühler, für mindestens einen Monat, besser länger, bis ich sie weiter verarbeite. Ein Teil meiner Schlehenernte aus dem letzten Jahr liegt tiefgekühlt im Gefrierschrank, bereit für die Weiterverarbeitung in diesem Jahr. Diesen Teil werde ich durch die neue Ernte ersetzen, die wieder ein Jahr tiefgekühlt gelagert wird.
      Viele Grüße,
      Karin

  2. Rosa Henne sagt:

    Wow, so tolle Fotos! Mein Favorit ist der Pferdepopo. Mit den aufgescheuchten Vögeln wirkt dieses Bild fantastisch. Auch die im Sand badenden Spatzen gefallen mir sehr gut. Ja, so schnell ist es jetzt Herbst geworden, so quasi über Nacht… Dein 12tel-Blick ist von Bild zu Bild wirklich sehr unterschiedlich. Super!
    Liebe Grüße
    Ingrid

    1. karin sagt:

      Danke. Dieser Blickwinkel entwickelt sich abwechslungsreicher, als ich anfangs gedacht habe.
      Die Spatzen zu beobachten hatte mir viel Spaß gemacht, dass ich mich anfangs über den nahenden Pferdebesuch geärgert hatte. Ich musste den Akku der Kamera wechseln und dachte noch kein gescheites Spatzenbild auf der Karte zu haben. Akku drin, Kamera an, Spatzen weg, Pferdepopo da und die Stare, statt Spatzen! 😀
      Wir haben es so schön hier im Gäu!
      Viele Grüße,
      Karin

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