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12tel-Blick im November 2020

oder …

Herbstende mit frostigen Anklängen

Nachmittags, wenn die Sonne es aus dem Hochnebel geschafft hatte, ließen ihre Strahlen beinahe vergessen, dass es November war.

Die frostigen Morgenstunden, der täglich später einsetzende Sonnenaufgang erinnerten dann doch daran, dass der Winter nah ist. So erfuhr ich es, als ich mich zum Monatsende auf den Rundweg über die Felder zum 12tel-Blickwinkel auf den Weg machte.
Morgens um halb Zehn war selbst auf den Pferdeweiden noch nichts los.

Die Gräser und abgeblühten Blütenstände waren noch vom Raureif umhüllt.

Selbst die Spinnweben zeigten sich frostig überzuckert.

Ich beeilte mich den Fotostandort zu erreichen, um dann doch zu spät anzukommen. Die Sonne hatte es aus dem Nebelgrau geschafft und ich nun Gegenlicht.

Auf der weiteren Runde versteckte sie sich wieder, jetzt hinter Wolkengrau. Deshalb drehte ich nach der Weichselkirsche wieder um, zu einem zweiten Versuch. Keine Chance. Zurück an der Vogelkirsche lachte mir die Sonne dann voll ins Gesicht.

Am Ende des Spaziergangs belebten sich langsam die Pferdekoppeln.

Unzufrieden mit dem Blickwinkelbild versuchte ich es am nächsten Tag nach der Nachmittagsschule noch einmal. Kurz vor vier Uhr stand an dieser Stelle die Sonne schon zu schräg und tief hinter dem Wald. Die Vogelkirsche versteckte sich, wie so oft in diesen Tagen, im Schatten.

Zumindest bekam ich auf dem Heimweg ein Bild mit Pferdepopo.

Noch ein Versuch, ein paar Tage später, obwohl ich mir fast schon sicher war, dass ich mich für das frostige Bild entscheiden würde. Es schien mir besser als Stellvertreter für diesen November zu passen. Aber vor allem brauchte ich dringend diesen Weg, damit mein Kopf gelüftet werden konnte.

Geht doch, dachte ich mir, und suchte noch nach den beiden Pferden auf der Koppel am Waldrand. Sonst waren die beiden immer in den letzten Tagen da gewesen, wenn ich hier war.

Zwei Schritte weiter sah ich das weiße Pferd, traute mich über die inzwischen hoffentlich zeckenfreie Wiese …

… und kam zu einer Zwiesprache mit Pferd. Bloß gut, dass der Gaul nicht wusste welchen Sch*iss ich vor seiner Gattung habe!

Die Übersicht

Bis zum nächsten Spaziergang im Dezember und bis die Tage,


Mehr 12tel-Blicke sammelt dankenswerterweise Eva von verfuchstundzugenäht, wo dieser 12tel-Blick verlinkt ist.


Der 12tel-Blick mit neuem aus dem Schulgarten gibt es bei bei fadenspielundfingerwerk.

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6 Kommentare zu “12tel-Blick im November 2020

  1. Der Raureif ist immer ein großer Zauberer finde ich. Aber ein bisschen Novembersonne im Bild hebt die Stimmung.
    Ach, das Pferd hätte mich begeistert.
    Liebe Grüße
    andrea

    1. karin sagt:

      Das Pferd war so toll gewesen, oder besser die Pferde, denn es waren ja zwei auf dieser Koppel.
      Nun haben wir zwar Raunächte, aber ohne Raureif, trotz Kälte.
      Liebe Grüße,
      Karin

  2. Ulrike sagt:

    Deine Landschaftsreihe mag ich so gerne und genieße jedes Mal den Bilderspaziergang hier! Also, ich hätte mich für das Raureiffoto entschieden, wahrscheinlich, weil ich hier vergeblich drauf gewartet habe.
    Liebe Grüße in den Dezember – Ulrike

    1. karin sagt:

      Ja, das Raureif-Novemberfoto. Im Nachhinein wäre es die bessere Wahl gewesen. Nun ist’s halt so.
      Liebe Grüße,
      Karin

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